"Tirolerisch denkt"

Kolumne von Franz Eberharter

Bestärkte Meinungen

„Geheim bleibt nur was wirklich nicht geschieht!“ stand auf meinem Spind als ich noch als verdeckter Ermittler tätig war und schon damals waren wir in unserer Meinung bestärkt, dass „Ohne Beweise alles Scheiße!“ sei. Dass der Faymann einen Gebrauchtwagen sucht und den auf keinen Fall beim neuen steirischen Landeshauptmann kaufen will, hat er genau so wenig geheim gehalten, wie die, und man verzeihe mir die angedachte Parallele, unfassbar dummen Zentralmaturanten, die ihr Schwindeln im Internet gepostet haben. Das bestärkt mich in meiner Meinung, dass der Spruch: „In der Schule lernst du für´s Leben!“ nicht so oft auf fruchtbaren Boden fällt, wie man es gerne hätte.

Für´s Leben lernen kann man dagegen bei den Amis. Die NSA-Affäre um das Abhören der Deutschen Bundesmutti gilt nun auch hochoffiziell als beendet, was beim G7 in derart herzlichen Umarmungen gipfelte, dass man ob der amerikanischen Umschlingungen direkt TTIP´sche Angst bekommen könnte. Die Ermittlungen wurden leider wegen Mangels an Beweisen eingestellt, nachdem man die Beweise die man hatte einfach vor Gericht nicht zuließ. Das bestärkt mich wieder einmal mehr in meiner Meinung, dass ich vor der Gerechtigkeit überhaupt keine Angst hätte, wenn es denn die Gerichte nicht gäbe.

Dass sich bei der Bilderberg-Konferenz die „Schmatigen“ dieser Welt treffen um zu beraten wie man die Kleinen klein und die Armen arm hält, mag vielfach Meinung des gemeinen, die Bewachung der Herren, der Frauenanteil ist zu vernachlässigen, bezahlenden Volkes sein, aber Beweise dafür gibt es nicht, wenngleich es mich in meiner Meinung bestärkt, dass alles so sein wird müssen wie es bleiben dürfen soll und wieder einmal mehr die vielen Kleinen da unten für die paar Großen da oben blechen müssen, und zwar ungefragt! Könnte man statt der weit über 150 Polizistinnen und Polizisten pro Teilnehmer nicht den Deutschen Grenzschutz und unser Bundesheer einsetzen? Gegen Bezahlung natürlich, denn dann könnte man sich dort die Militärmusikkapellen in voller Stärke locker leisten. Ich habe gar schon gehört, dass man dem Kapellmeister den Taktstock auch noch abzwicken will, weil er für 20 Musiker nicht mehr sooo lang sein müsste. Weniger lustig ist die Tatsache, dass man dem gemeinen Volk alles auf´s Auge drücken kann, so es klein genug portioniert wird. In dieser Meinung bin ich bestärkt, weil das bis zur fehlenden Einsatzfähigkeit kaputtgesparte Heer so lange kein Thema war, wie die Musikstücke noch in voller Stärke erklangen.

Schönen Sonntag

LACHGAS franz mit „endlich 60“ am 24. Juni Mayrhofen/Erlebnissennerei und 26. Juni Rietz/Rietzerhof 

Ausgrenzung und Abschied

Jetzt wird es wieder interessant. Ich hatte nach dem Wahlergebnis in der Steiermark und im Burgenland schon befürchtet, dass die üblichen Rituale greifen. Man wisse warum das Wahlergebnis so ausgegangen sei und dass sich der Wähler wieder einmal getäuscht habe, weil da einfach die Bundespolitik auch eine Rolle gespielt habe. Zusammengefasst seien die Prognosen richtig gewesen, die Wahlen aber falsch ausgegangen. Im Übrigen gelte es, so der Rote Häupl und die Roten Falken, nomen est omen, von oben herabstoßend, die Blauen weiter auszugrenzen.

Nicht so der Nissl. Gut, er ist vielleicht der zweitschwärzeste Rote den ich kenne, den Titel des Schwärzesten aller Roten möchte ich dem Rumer Langzeitbürgermeister Edgar Kopp nicht nehmen, und hat vielleicht deshalb keine wirklichen Existenzängste neben den Blauen, aber der Satz: „Ich habe den Wähler verstanden!“, der gefällt mir außerordentlich und wird wohl den/die Eine/n oder Andere/n bewegen, wieder einmal zu Wahlen zu gehen.

Vielleicht geschehen auch irgendwann Zeichen und Wunder und der Roteste aller Roten in Wien wird einsehen, dass man das Geld erst verteilen kann, wenn man´s hat. Dass man´s dann hat, dafür hat der Finanzminister dem steuerzahlenden Volke mit einer Aufstockung seiner Truppen ja den Krieg erklärt. Dass es dann trotz allem nicht reicht, wird wohl eine der Erbsünden der nächsten Generationen sein. Möge Schelling´s Befürchtung, dass in Tirol bei Politikerbesuchen aus Wien bei den Schützen das Kommando „hoch an“ in „legt an“ geändert wird, nie wahr werden.

Für die Blauen im Burgenland brechen jetzt ziemlich harte Zeiten an, müssen sie doch aus ihrer Rolle der Schimpfer und dem „Volk auf´s Maul-Schauer“ heraus und beweisen, dass sie mitregieren können und wollen. Da kann man gespannt sein, ob sie auch so wie die Grünen, kaum an der Macht, alle Prinzipien über Bord werfen und den Spruch wahr werden lassen, dass das Einzige das sich nie ändert ausschließlich der Futtertrog ist und uns leidgeprüftes und gemolkenes Volk in der beklemmenden Erkenntnis zurück lassen, dass es die Regierungen dieser Welt vermutlich nur deshalb gibt, damit der Ewige Abschied wirklich als Erlösung empfunden wird.

Gestern war ich beim Irdischen Abschiedsfestl unserer erfolgreichsten Schirennläuferin, der Niki Hosp, im Ausserfern und ich schwöre bei meiner Wurst, dass es unglaublich wohl tut, wenn einmal ein österreichisches Aushängeschild keinen Bart hat.

Darauf stoße ich beim heutigen Stammtisch an. Prost!

Schönen Sonntag

LACHGAS franz mit „endlich 60“ am 12. Juni Seefeld, 18. Juni St. Gertraudi, 24. Juni Mayrhofen/Erlebnissennerei und 26. Juni Rietz/Rietzerhof – näheres unter www.lachgas.at

So ein Theater

„Theater, Theater, der Vorhang geht auf, dann wird die Bühne zur Welt!“ So sang die unvergessene Katja Ebstein in ihrem Lied, wobei sie die letzten drei Worte wohl besser umgedreht hätte. Im Theater bewundert man die Schauspieler, die, so sie wirklich gut sind, in die verschiedensten Rollen schlüpfen können. Dabei ist in den meisten Fällen die Rolle klar definiert, wobei durchaus sein kann, dass man erst im Laufe des Stückes drauf kommt, wer welche Rolle spielt, wer der Gute, wer der Böse, wer der Ahnungslose und wer der zum Narren gemachte ist. Im wirklichen Theater, also im Leben, ist es nicht anders. Allerdings habe ich neuerdings das Gefühl, dass ich vermutlich nicht alt genug werde, damit ich den Schluss des Theaters erleben kann und weiß, wer welche Rolle gespielt hat. Dabei bin ich mir zum heutigen Zeitpunkt schon ziemlich sicher, die Darsteller der zum Narren gehaltene zu kennen. Ich bin zu dumm aber kann mir jemand erklären, welche Rolle bei dem ganzen FIFA-Theater in der Schweiz die Ami gespielt haben? Haben sie Kalter Krieg gespielt, wollen sie Putin die Rolle des Gastgebers nicht spielen lassen? Jetzt einmal über die Tatsache hinweggesehen, wie intelligent der „homo sapiens fußballensis“ prinzipiell sein muss, um ganze neunzig Minuten lang mit einer einzigen Zeile eines Liedes auszukommen, stellt sich für mich die Frage, ob die Fußball-Gottobersten der Welt etwa auch so hohl sind wie der gekickte Ball oder am Ende gar nicht die Amis sondern der allmächtige Blatter von jedem Einzelnen der Herren da oben am Fußballhimmel Dinge weiß, die wir gar nicht wissen wollen, weil dann der Fußball noch mehr stinkt?

Aber von der Weltbühne auf die Europäische. Wenn zwei die Rolle des Erpressers spielen, warum ist der eine der Englische Gute und der andere der Griechische Böse? Wer verteilt die Rollen? Weiß der Schäuble nicht, dass Merkel und Cameron die Hauptrollen in Tristan und Isolde übernommen haben, ist am Ende er der zum Narren gehaltene oder spielt er die Rolle des Königs, der die beiden im Bett erwischt?

Ein Freund von mir, bei dem die Alte Volksschule nicht gratis sondern umsonst war, hat mir einmal erzählt, dass er jetzt im Theater Rollenverteiler sei und mir auf meine Frage, ob er das denn könne, versicherte, das sei ganz einfach: „In jede Kabine eine Rolle auf den Halter und eine Reserverolle auf den Spülkasten!“

Ich jedenfalls stoße heute beim Stammtisch auf den FC Wacker und den Klassenerhalt an, wobei der Alkohol mit Sicherheit eine Rolle spielt!

Schönen Sonntag

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