"Tirolerisch denkt"

Kolumne von Franz Eberharter

wenn man nur die wahl hätte

Bald ist es auch bei uns soweit und wir können, sollen oder besser gesagt dürfen wieder zur Wahlurne schreiten. Das Wahl-Ergebnis in Deutschland war ja ziemlich ernüchternd, denn dass selbst im Westen, wo die Wirtschaft nachweislich brummt, die Rechte Seite des Reiches so einen Auftrieb bekommt, war, wenngleich schon ein wenig zu erwarten, doch erstaunlich. Die Analysen, und nicht wenige behaupten steif und fest, dass die deswegen so heißen, weil sie in der Regel für selbigen sind, ergeben, dass wieder einmal die Umfragen richtig waren, die Wahlen aber leider falsch ausgegangen sind. Wofür es aber keine Wahrsager oder Kaffeesudleser braucht, die nächste Legislaturperiode bei unseren nördlichen Lieblingsnachbarn wird von Stillstand geprägt sein. Eine Vierer-Koalition, eigentlich sollte man sie in Vierer-Kollision umtaufen, wird nämlich, vorausgesetzt man bekommt die 94 Schreier im Plenum in den Griff, zu einem Debattierclub verkommen, in dem nichts mehr weitergeht. So sehe ich auch manche Meinung bei Diskussionen zu unseren Wahlen mit gemischten Gefühlen. Mit „nur nicht jemanden zu stark machen“ mag man zwar auf der eher sicheren Seite sein, aber weitergehen tut dann auch nichts, denn, und das hat die selige Hilde Zach schon immer gesagt, wer etwas machen will braucht die Macht dazu. Auf der anderen Seite, und da gibt es genügend Beispiele in Land und Stadt, wird diese Macht durchaus auch oft missbräuchlich zum eigenen Machterhalt und zum Schaden des Steuerzahlers verwendet. Einem Kandidaten allerdings vorzuwerfen, dass er seine Kandidatur genauestens geplant hat, ist meiner Meinung nach nicht einmal mehr „dirty campaigning“ sondern einfach nur blöd, denn wer will denn wirklich einen Kanzler, der wichtige Entscheidungen planlos angeht? Erstens haben wir das ja alles schon gehabt und zweitens sollte man das alles nicht noch prolongieren. In diesem Sinne freue ich mich über jede Karasmische Wortspende aus Brüssel, wäre aber dafür, dass die Bezahlung dieses hochdotierten Abgesandten auch der übernehmen sollte, für den er sein Wort erhebt. Gespannt bin ich, wie Spanien das Problem mit dem abtrünnigen Katalanien löst, denn das könnte sich durchaus zum europäischen Flächenbrand entwickeln. Die Traum-Wirtschaftsregion Bayern, Tirol und Südtirol geistert nämlich noch immer in nicht wenigen Köpfen herum, wobei mich in der Sache am meisten stört, dass die Nettozahler nicht adäquat in politische Entscheidungen eingebunden sind. Normalerweise schafft der an, der auch zahlt, alles andere ist die Regel J

Interessant wird auch die Volksbefragung zur Olympiabewerbung, denn das letzte Mal kamen sich nicht wenige Tiroler einigermaßen gefrotzelt vor, weil die positive Resttiroler Mehrheit ganz demokratisch durch eine negative Innsbrucker Minderheit überstimmt wurde. Könnte gut sein, dass es diesmal gar nicht um Olympia geht, sondern darum, den Hauptstädtern eine Retourkutsche zu verpassen. Wie heißt es so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt!

Schönen Sonntag

die entscheidung ist gefallen.

Nun ist es entschieden und die Katze aus dem Sack, respektive der Bischof aus dem Rohr und die beinahe zweijährige Sedisvakanz vorbei. Dass dabei keiner der gehandelten Kandidaten zum Zug kam ist in Tirol an und für sich nichts Neues und so darf sich die Diözese Innsbruck über den neuen Oberhirten aus Graz freuen. Freilich dürfen wir das noch gar nicht wissen, weil der künftige Würdenträger zuerst der Bundesregierung bekannt gegeben wird. Abgesehen davon, dass gewisse Kreise in Rom also ziemlich undicht sein müssen, dürfte unsere Staatsführung „aus Gründen allgemein politischer Natur“ zwar die Nase rümpfen, was aber, no na ned, völlig umsonst wäre, weil der Papst frei in seiner Entscheidung ist. Wieder einmal also eine Bauchpinselei erster Güte, was aber durchaus dem Umstand geschuldet sein könnte, dass bei einem gepinselten Bauch die Moneten vermutlich lockerer sitzen. Wie auch immer, irgendwer hat auch irgendwann entschieden, dass der 22. September zum autofreien Tag wird, wofür ich auch sehr dankbar bin, denn wer weiß, wie weit der freitägliche Stau sonst noch gereicht hätte. Eine Entscheidung dürfte auch im Streit um Air-Berlin gefallen sein. Augenscheinlich bedient man da eine Lobby rund um die staatlich gesponserten 150 Millionen. Dass man bei nämlicher Fluglinie jetzt Ticketpreise anbietet die vorher eine Insolvenz vermutlich verhindert hätten, ändert nichts an meiner Meinung, dass irgendetwas nicht ganz stimmen kann, wenn das Parken am Flughafen teurer ist als der eigentliche Flug. Weitaus größere Probleme mit Entscheidungen habe ich allerdings, wenn sie unsere Sicherheit betreffen. So möchte ich aus aktuellem Anlass unserer Polizei zur Verhaftung des wegen versuchten Mordes in Schweden gesuchten 39-jährigen Somalier gratulieren, die ihr trotz der ganzen Ermittlungsbehinderung gelungen ist. Dass man die Fingerabdrücke eines Asylanten laut EU mit bereits vorhandenen Daten von Verbrechern nicht abgleichen darf, weil man diese nicht vorverurteilen oder kriminalisieren dürfe, was bei EU-Bürgern wiederum kein Problem ist, ist eine Sache, aber dass man diesem Stinker seine Story vom verlorenen Reisepass und dem nicht verlorenen Handy sowie den falschen Namen abgenommen und ihm damit den, so steht´s geschrieben, Asylstatus zuerkannt hat, macht mich schon ein wenig nachdenklich.

Auf alle Fälle ist mir meine Entscheidung für den heutigen Erntedank-Frühschoppen sehr leicht gefallen. Heute trinke ich nämlich nur ein kleines Bierchen, denn dann geht´s ab nach Sautens, wo ich heute so wie alljährlich anlässlich der offenen Brennerei-Türen den Nationalrats-Kandidaten Dominik Schrott treffen werde.

Entscheidungen, die die Jungen betreffen sollen in Zukunft auch von den Jungen getroffen werden. Darauf trink ma oan!

Schönen Sonntag!

 

„I hau mi o“, so lautet mein neues Programm, zu sehen und zu hören am 25. Oktober um 19:30 in Münster. Gesponsert vom Kulturausschuss der Gemeinde Münster. VVK Sparkasse u Raiffeisenbank Münster.

also ich weiß nicht...

Also ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber ich zweifle langsam an mir. Bin nur ich so blöd dass ich´s nicht kapier oder haben andere einen ausgewachsenen Geier als Meise und die Mehrheit traut sich nichts zu sagen, weil sie dann schon reflexartig ins tier- oder naturfeindliche oder je nach Bedarf auch ins rechte Eck gestellt wird? Kann mir bitte jemand erklären, was das mit Tierschutz zu tun hat, wenn man einer wahrlich nicht vom Aussterben bedrohten Tierart zuerst den Lebensraum wegnimmt und dann wiedereinsetzt? Da freut man sich tierisch über einzelne und nicht zu vergessen sündteure Bären und Wölfe, wo doch Zweitere in der Regel eindeutig Rudeltiere sind, die nach der gleichen Regel ein Jagdgebiet bräuchten, das dem ganzen Zillertal entspräche, aber ohne Häuser, Straßen und Menschen. Zudem verlieren die Tiere, ganz besonders Erstere als Kultur-, Bienenhaus- und Abfallkübelfolger die Scheu vor dem Menschen, wobei ich noch gar nicht auf die unkalkulierbare Gefährlichkeit der unvermeidlichen und bereits aufgetauchten Wolf-Hund Kreuzungen eingehen möchte. Ich wage nämlich die Prognose, dass in gar nicht ferner Zukunft die ersten Menschen angegriffen werden und dann möchte ich schon gerne wissen, ob sich die Grünlinge vom WWF auch so breitbeinig hinstellen wie jetzt! Ich weiß auch nicht, warum wieder einmal der leider nicht unter Schutz gestellte allgemeine Steuerzahler für die Folgeschäden dieser, man verzeihe mir den Ausdruck, gutgemeinten Blödheit, zur Kasse gebeten wird und nicht die Urheber blechen müssen. Menschen, die mit diesen Zeilen nichts anfangen können, empfehle ich, sich Fotos von gerissenen Rehen oder Schafen anzuschauen, denn wenn vom Kadaver gerade mal ein paar Bissen fehlen, straft sich die Tat aus Hunger selber Lügen. Nichts gegen die Tiere, denn das Jagen und Töten ist ihre Natur, aber ob man mit Gewalt wahrlich unnötige Zusammenstöße provozieren muss, also ich weiß nicht …

Da sind mir drei Leitwölfe im TV-Duell die ihre Rudel auf Linie bringen wollen schon lieber, obwohl ich nicht weiß, warum man das nicht als Triell bezeichnet, wo doch ein Duell laut Wikipedia ein reglementierter Kampf mit durchaus auch tödlichen Waffen zwischen ZWEI Duellanten sein soll. Habe ich am Ende die feine mediale Klinge übersehen, dass es sich trotz dreier anwesender Alphatiere nur um ein Duell gehandelt hat? In diesem Zusammenhang komme ich trotz der Drohung meiner Frau, mir den Ehevertrag nur noch jährlich zu verlängern, auf das glorreiche Plakat der Grünen zu sprechen. Nein, nicht das mit dem Artenschutz der Haie, sondern das „Sei ein Mann, wähl eine Frau!“ Ich liege nächtelang wach, weil ich nicht hinter die sicher ganz fein gesponnene Botschaft komme, die hinter diesem Spruch stehen muss, was denn einen Mann ausmacht? Also ich weiß nicht …

Ich habe mir übrigens den Bart wachsen lassen, weil ich die Werbung ernst nehme, dass man für das Beste im Mann einen Rasierer braucht.

Geht sexistisch andersherum auch?!?

Schönen Sonntag!

Online Shop

Aktuelle Termine

Alle Termine anzeigen
Aktuell sind keine Termine vorhanden.

Tiroler VersicherungHohenhaus Tenne Mercedes Retterwerk Hall4mengroup GmbHFotowerk Aichner Youtube Channel Facebook Page

© 2013 Verlag Lachgas • Franz Eberharter • Waldbadstr. 534 • 6290 Mayrhofen • Telefon 0664/325 44 49 • office@lachgas.atImpressum

Lachgas buchen

Jetzt buchen!