"Tirolerisch denkt"

Kolumne von Franz Eberharter

Wann jagen wir sie zur Teufelin?

„Arbeitet zu zweit“, heißt es in einem österreichischen Deutschlehrbuch: „Eine/r ist Zuhörer/in, der/die andere ist Vorleser/in. Eine/r liest den Abschnitt vor, der/die Zuhörer/in fasst das Gehörte zusammen.“ Der/die Genderwahn/wahnin lässt grüßen. „Selig der Beklopfte, denn er braucht keinen Hammer“, ist nicht geschlechtsneutral gehalten, aber lesbar. Genauso lesbar und im aktuellen Zusammenhang wesentlich treffender: „Selig die Beklopftinnen, denn sie brauchen keine Hammerin!“ Nach Ansicht einer lustigen Weiberrunde in Wien unter der Leitung von Frau Ministerin Heinisch-Hosek wird dieser Spruch in absehbarer Zeit wohl so in den Lesebüchern unserer Kinder stehen: „Selig der/die Beklopfte/innen, denn er/sie braucht keinen/keine Hammer/in mehr. 30 Prozent unserer 15-Jährigen ist das völlig egal, denn die könnten es auch dann nicht sinnerfassend lesen, wenn es nicht so dämlich geschrieben wäre. Aber wenn jetzt der Versuch gestartet wird, den restlichen 70 Prozent das Lesen auch noch abzugewöhnen, dann gute Nacht Österreich. Dem/der Fass/Fässin den Boden ausschlägt aber die Meinung der Ministerin, dass der/die Lehrer/in in seinem/ihrem persönlichen Ermessen/innen bei der/die vorwissenschaftlichen Arbeit/in im Rahmen der grandiosen Zentralmatura entscheiden dürfen, ob er/sie dem/der Schüler/in es als Fehler/in anrechnet, wenn die Arbeit/in nicht genderkonform ausgeführt wurde. Gnade ihnen Göttin. Und das, obwohl Umfragen zur Folge 90 Prozent der Bevölkerung von diesem „Großartigen Projekt“ der Roten Bildungstante absolut nichts hält. An Dummheit aber nicht mehr zu überbieten ist es, wenn von Genderforscherinnen allen Ernstes gefordert wird, dass Fotos von einer Hirschbrunft aus der Werbebroschüre eines Nationalparks entfernt werden müssen, weil die Bilder der röhrenden Hirsche „stereotype“ Geschlechterrollen bei uns Menschen fördern würden. Himmel, soll jetzt das weibliche Wild röhren? Taufen wir in Zukunft unsere Kinder nicht mehr, weil wir sie sonst in eine stereotype männliche oder weibliche Rolle drängen könnten? Soll sich das Kind einmal selber entscheiden, ob er sie es ein Mann oder eine Frau sein will?

Also dieser Wahn, wir haben ja sonst keine Probleme, geht mir unglaublich auf den Sack. Und ich meine auch „Sack“, denn das ist mit Fug und Recht eine nicht wegzugendernde männliche Eigenschaft. Böse Zungen sagen, genau das sei der Stereotyp, weshalb Frauen in der Früh nach dem Aufwachen gleich aufstehen während Männer eben noch genüßlich ein Weilchen liegen bleiben. Also machen wir/ihr uns/euch auf, der/die oder von mir auch aus das zur Teufelin zu jagen. Schönen Sonntag!

Die Tempelreinigung der Wahrheit

Über die Tempelreinigung wird in den Schriften aller vier Evangelisten berichtet. Jesus, die Schnauze endgültig voll, wurde offensichtlich vom Heiligen Zorn heimgesucht, drehte aus Stricken eine Geißel und trieb die Geschäftemacher und Ganoven aus dem Tempel. „Ihr habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!“ Sehr sympathisch der Mann, äußerst sympathisch! Warum sollte man ihn sich nicht zum Vorbild nehmen und jene, die unser Haus Österreich zur Räuberhöhle machen, auch mit Schimpf und Schande davonjagen? Was spricht dagegen, wenn uns auch der Heilige Zorn packt und wir die, die mit unserem Geld unsere Tiroler Hypo zur Räuberhöhle gemacht haben, zum Teufel jagen. Aber mit der Geißel von Schimpf und Schande, mit finanziellen Rückforderungen und nicht mit freiwilligen Bonizahlungen!

Aber wie soll denn wirklich etwas herauskommen, wenn im Überprüfungsausschuss fachlich die gleiche gähnende Ahnungslosigkeit und Ignoranz herrscht wie vorher im Aufsichtsrat? Wenn man als jahrzehntelanger Mitkassierer seine Verantwortlichkeit einfach wortreich vom Tisch wischt? Wenn bei politischen Überprüferinnen die Wahrheit gar nicht das Thema ist, sondern der Sturm im Wasserglas? Ich als Miteigentümer möchte die Protokolle sehen, ich möchte mit eigenen Augen lesen, wer wen wann und wie angelogen hat!

„Wir allesamt gehen mit den Begriffen Wahrheit und Lüge viel zu brutal um. Lüge ist ein sehr hartes und verletzendes Wort. Wahrheit ist gut und Lüge ist schlecht. Dabei gibt es so viele verschiedenen Varianten von beiden Begriffen. So zum Bespiel auch eine Wahrheit die sich stark an die Lüge heranmacht und eine getarnte Wahrheit ist.“

Nein, liebe Freunde des gelesenen Wortes, diese geniale Erkenntnis stammt nicht von Einstein oder einem alten Griechen, diese Weisheit, datiert mit 13.5.2008, stammt, so man den Eintragungen des Internets vertrauen darf, von einem langjähriger Hypo-Aufsichtsrat, nämlich dem WKO Präsidenten. Muss man sich da noch über irgendetwas wundern?

Wundern kann man sich bestenfalls über den „one and only“ am WKO-Plakat, der sich nach eigenen Aussagen in jüngeren Jahren noch selber davongejagt hätte. Was ist das für eine Wahl, bei der man keine Wahl hat, es auch nichts nützt, einfach nicht hinzugehen, weil man sich dann einfach über 25 % deshalb freut, weil man nur mit 18 % gerechnet hat?

Heute werde ich am Stammtisch auf den 68ten Geburtstag unseres ewig jungen Präsidenten anstoßen und gespannt sein, wie viel Wein ich brauche, bis ich den brutalen Wahrheitsgehalt dieser der guten Lüge angenäherten schlechten Wahrheit tatsächlich begriffen habe. Ein Hoch auf die Tempelreinigung!

Schönen Sonntag, wirklich wahr!

Europäische Werte

Ich höre immer von Europäischen Werten. Die Europäischen Werte müssten wir hochhalten, die Europäischen Werte seien der Grundstein, die Europäischen Werte seien es, um die es sich zu kämpfen lohne. Verzeihung, aber was meinen DIE mit Europäischen Werten? Sind Werte nur dann Werte, wenn sie was Wert sind, wenn sie klimpern, wenn man sie zählen kann, wenn irgendwer irgendwo mitnascht? Sind das die Werte die wir hochhalten sollen?

Was ist mit den moralischen Werten? Haben wir solche überhaupt noch? Sollten sich nicht auch Karikaturisten zumindest an ein Mindestmaß von Anstand halten? Dass es immer Menschen geben wird, denen nichts heilig ist und die auf der Menschenwürde herumtrampeln, ist nichts neues, das unterscheidet, ohne jemanden beleidigen zu wollen, Mensch und Tier. Was ist aber mit unserer Gesellschaft los, wenn ein Medium als Feigling hingestellt wird, weil es eine solche Geschmacklosigkeit nicht abdruckt? Gilt der Wert der Freiheit nur in eine Richtung? Richten wir uns nach Werten oder richten wir uns die Werte?

So wie die Prostituierte sich einen Rest Selbstachtung erhält, weil sie mit dem Freier alles macht, ihn aber niemals küsst. So wie der Mörder sich moralisch vom Kindesmörder abhebt, weil er so etwas nie tun würde. Welche Werte lassen wir gelten? Nur die, die uns passen?

So wie der Obermoralapostel Peter Pilz, für den der Wert der Freiheit nur in eine Richtung gilt. Gelten für die Grünen die Gesetze nur wenn sie ihnen passen? Von welchen Werten sprechen wir, wenn der Obergrüne im ORF Interview den genehmigten Akademikerball verbieten will und auch auf mehrmalige Nachfrage der Moderatorin nicht auf die nicht genehmigte Demo eingeht? Einerseits will ich keinesfalls auch nur einem einzigen rechten Vollkoffer das Wort reden, andererseits aber muss ich einem offensichtlich auf dem linken Auge blinden Prediger einen Augenarzt empfehlen.

Also mir ist es völlig Wurscht, wer da in welchen Prunkräumen in Wien herumtanzt, solange die Schaufensterscheiben, Reifen und Polizisten in der Stadt heil bleiben und wir nicht Unsummen für die Polizeiüberwachung ausgeben müssen.

Jeder Fahrradltretverein bekommt bei jedem Staudenfestl Sicherheitsauflagen die er selber bezahlen muss und das Polizeiaufgebot für dieses linkslinke Gesindel muss der Steuerzahler berappen? Wie wäre es mit dem Vorschlag, dass diese Chaoten eine Demo erst machen dürfen, wenn sie die ganzen Sicherheitsauflagen erfüllt und noch wichtiger, auch Vorauskasse bezahlt haben.

Heute gehe ich nach der Kirche gegen das Wetter demonstrieren. Ich hab mir auch schon zwei Autoreifen ausgesucht und wenn ich jemanden in einer blauen Joppe sehe, dann hau ich ihn nieder!

Schönen Sonntag!

Online Shop

Aktuelle Termine

Alle Termine anzeigen
Aktuell sind keine Termine vorhanden.

Tiroler VersicherungHohenhaus Tenne Mercedes Retterwerk Hall4mengroup GmbHFotowerk Aichner Youtube Channel Facebook Page

© 2013 Verlag Lachgas • Franz Eberharter • Waldbadstr. 534 • 6290 Mayrhofen • Telefon 0664/325 44 49 • office@lachgas.atImpressum

Lachgas buchen

Jetzt buchen!